# Einführung in Prompting für Anwältinnen und Anwälte 

> Source: https://beamon.ai/de/einfuehrung-in-prompting-fuer-anwaeltinnen-und-anwaelte/

Wie Sie generative KI juristisch sinnvoll nutzen – und warum gutes Prompting der Schlüssel ist 

Die rasante Entwicklung generativer KI verändert die juristische Arbeitsweise nachhaltig. Ob Vertragsprüfung, Recherche oder Mandantenkommunikation – KI-Tools wie BEAMON AI eröffnen neue Effizienzpotenziale. 

Doch ein entscheidender Faktor wird dabei oft unterschätzt: die Qualität der Eingabe bestimmt die Qualität der Ausgabe. 

Genau hier kommt Prompting ins Spiel. 

## Was ist Prompting – und warum ist es für Jurist:innen so relevant? 

Prompting bezeichnet die gezielte sprachliche Anleitung eines KI-Systems, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. 

Anders als klassische Software wird generative KI nicht über Buttons oder Masken gesteuert, sondern über Sprache. Das bedeutet: 
👉 Der Prompt ist nichts anderes als Ihre Arbeitsinstruktion an die KI. 

Im juristischen Kontext ist das besonders relevant, denn: 

Das E-Book zeigt klar: 

Die Qualität generativer KI hängt maßgeblich davon ab, wie klar der Arbeitsauftrag formuliert ist.  

## Prompting ist keine neue Fähigkeit – sondern juristische Kernkompetenz 

Viele glauben, Prompting sei eine technische Disziplin. In Wahrheit ist es das Gegenteil. 

Gutes Prompting entspricht genau dem, was Anwältinnen und Anwälte täglich tun: 

Oder anders gesagt: 
👉 Prompting ist die digitale Version der Delegation an einen Referendar. 

Wenn Sie sagen: 
„Schau dir das mal an“ → schlechtes Ergebnis 
Wenn Sie sagen: 
„Prüfe diese Klausel aus Sicht des Auftraggebers auf Haftungsrisiken und gib mir eine strukturierte Einschätzung“ → gutes Ergebnis 

Das gilt für Menschen – und genauso für KI. 

## Wie funktioniert gutes Prompting? (Das Grundprinzip) 

Ein professioneller Prompt besteht nicht aus einem Satz, sondern aus einer klaren Struktur. 

Ein bewährtes Modell ist das sogenannte PHIFA-Schema: 

1. Persona (Rolle) 

Wer soll die KI sein? 
→ z. B. „Du bist ein Fachanwalt für Arbeitsrecht“ 

2. Hintergrund (Kontext) 

Was muss die KI wissen? 
→ z. B. Vertragsart, Mandantensituation, Ziel der Prüfung 

3. Instruktion (Aufgabe) 

Was soll konkret getan werden? 
→ z. B. prüfen, vergleichen, zusammenfassen 

4. Format (Output) 

Wie soll das Ergebnis aussehen? 
→ Tabelle, Bullet Points, Memo etc. 

5. Abschlussanforderungen (Qualität) 

Wann ist das Ergebnis gut genug? 
→ z. B. keine Spekulation, Risiken klar benennen 

Dieses strukturierte Vorgehen ist entscheidend, weil KI sonst mit generischen Annahmen arbeitet und unpräzise Ergebnisse liefert.  

## Typische Fehler beim Prompting (und wie Sie sie vermeiden) 

In der Praxis wiederholen sich immer wieder dieselben Fehler: 

❌ Vage Anweisungen 

„Fasse den Vertrag zusammen“ 

❌ Kein Kontext 

Keine Angabe zu Mandant, Ziel oder Rechtsordnung 

❌ Kein Output-Format 

Ergebnis: lange Fließtexte statt nutzbarer Struktur 

✅ Besser so: 

„Fasse den folgenden Vertrag für eine Mandantenbesprechung zusammen. 
Maximal 10 Stichpunkte, Fokus auf Haftung, Pflichten und Risiken.“ 

Der Unterschied: 
👉 Das Ergebnis ist sofort verwendbar – ohne Nacharbeit. 

## Was generative KI im juristischen Alltag wirklich kann 

Richtig eingesetzt unterstützt KI insbesondere bei: 

Wichtig: 
👉 KI ersetzt keine juristische Bewertung. 
👉 Sie ist ein Werkzeug zur Vorarbeit und Strukturierung. 

## Warum spezialisierte Legal AI den Unterschied macht 

Allgemeine KI-Modelle liefern oft brauchbare Ergebnisse – aber im juristischen Kontext reicht das nicht. 

Spezialisierte Lösungen wie BEAMON AI bieten: 

Dadurch verschiebt sich der Einsatz von „Textgenerator“ hin zu einem echten Arbeitsinstrument für Jurist:innen.  

## Prompting lernen: Praxis statt Theorie 

Prompting ist keine Fähigkeit, die man einmal lernt – sondern eine, die sich durch Anwendung entwickelt. 

Deshalb organisiert das BEAMON-Team regelmäßig: 

Wenn Sie selbst tiefer einsteigen möchten: 

## Wie wir Prompting bei BEAMON denken 

Bei BEAMON AI verstehen wir Prompting nicht als „Trick“, sondern als Methodik: 

Ein zentraler Ansatz: 
👉 Die KI hilft beim Prompten selbst 

Viele unserer Nutzer starten nicht mit der Frage 
„Was ist die Antwort?“ 
sondern mit 
👉 „Wie sieht ein guter Prompt für diese Aufgabe aus?“ 

Das Ergebnis: deutlich bessere Outputs bei weniger Aufwand. 

## Fazit: Prompting ist der Schlüssel zur juristischen KI-Nutzung 

Generative KI wird den Rechtsmarkt nicht ersetzen – aber verändern. 

Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in der Nutzung. 

👉 Wer gut promptet, arbeitet effizienter 
👉 Wer schlecht promptet, bleibt bei generischen Ergebnissen 

Oder kurz gesagt: 
Prompting ist die neue Kernkompetenz im Umgang mit KI. 

## Ausblick 

Dieser Artikel ist der Einstieg. In den nächsten Beiträgen zeigen wir konkret: 
